Man nennt ihn "Bunter Strandball", "Beachball", "Sat1-Ball", sogar "die Todesmurmel" und er zeigt an, dass der Computer zu beschäftigt ist, um normal zu antworten. Dies tut er laut Apples Richtlinien für Benutzerschnittstellen unter Mac-OS X immer dann, wenn eine Applikation im Moment nicht alle Daten und Events verarbeiten kann und das Programm länger als zwei bis vier Sekunden "hängt".
Mit ein paar Tipps kann aber jeder Anwender selbst entscheiden, ob es nur an uneffizienter Software liegt, oder ob ein Hardware-Upgrade von RAM bis Festplatte Abhilfe schaffen kann.

Die Mac-Hardware kann unter Umständen nicht mit den Anforderungen der Software mithalten. Sogar mit alltäglichen Aufgaben wie dem Abgleich mit iTunes kann ein Computer überfordert sein. Ein Blick in die Aktivitätsanzeige (im Ordner Programme > Dienstprogramme) zeigt, wie viel Rechenpower die Anwendung gerade verbrät. Die Aktivitätsanzeige muss nicht immer geöffnet sein: Die schnellste Darstellung erhält man mit Öffnen der Aktivitätsanzeige, Befehl-Click auf das Symbol im Dock und Auswahl der Option "Aktuelle CPU-Auslastung einblenden". Wenn der Rechner mit jeder neuen Software immer zu langsam ist, gibt es nur eine Abhilfe: Ein neueres Mac-Modell muss her.

Der Mac hat nicht genug Arbeitsspeicher. Jede komplexe Aufgabe führt dann dazu, dass der Mac die momentan ungenutzten Daten auf die Festplatte auslagert und das hin- und hertauschen der Daten im RAM braucht kostbare Rechenzeit. Der aktuelle Zustand kann wiederum mit der Aktivitätsanzeige (Option: Speicherauslastung) überwacht werden. Im Prinzip sollte jeder beim Kauf die Faustregel anwenden, seinen Mac bis zur maximalen Kapazität mit RAM zu bestücken oder zumindest die Standardbestückung soweit erweitern, wie es der Geldbeutel gerade zulässt.

Die Startfestplatte ist fast voll. Dann hat der Mac kaum Platz, um Dateien aus dem Arbeitsspeicher auszulagern und verbraucht jede Menge CPU-Zyklen für kleine Fragmente. Der Status kann mit der Aktivitätsanzeige (Option: Festplattenaktivität) angezeigt werden Als Faustregel gilt hier, dass möglichst 10 GB auf der Startfestplatte frei sein sollten.

Die Energiespar-Einstellungen verlangsamen den Mac. Wenn das optische Laufwerk oder die Festplatte bei Inaktivität in den Ruhezustand treten, kann es Sekunden dauern, um aufzuwachen. In den Systemeinstellungen > Energie sparen können die Einstellungen mit Kontroll-Feldern geändert werden. Falls aber der gesamte Rechner in Ruhezustand versetzt wird, gelten diese Optionen nicht und wenn beim Aufwecken der Mac unmittelbar auf zum Beispiel die Festplatte zugreifen soll, wird unvermeidlich der Warte-Cursor kurz angezeigt.

Auch wenn die Hardware durchaus ausreichend ist, gibt es Programme, welche die gesamte Rechenzeit für sich beanspruchen. Die Ursache dafür könnte uneffizienter Programmcode, ein lahmer Hintergrundprozess oder ein unnützes PlugIn sein. Ob nun der Warte-Cursor aufgrund von Software-Fehlern gezeigt wird, wird nach spätestens einigen Minuten klar: Die Anwendung hängt oder stürzt gar ab. Ein Blick in den Monitor der Aktivitätsanzeige zeigt, ob ein Programm unangemessen viel Rechenpower verbraucht.
Das Sortieren der Prozent-Spalte listet die Schuldigen am Listenanfang und Programme, die gar nicht mehr antworten, werden in rot dargestellt. Mit Auswahl auf der Liste und "Prozess beenden" könne Programme hier beendet werden. Auch mit der Tastenkombination Befehl-Apfel-Esc kann ein Monitor aufgerufen werden, der hängende Programme in rot listet und mit "Sofort beenden" Abhilfe schafft. Falls jedoch System-Prozesse hängen, gibt es nur eine Abhilfe: Der Rechner muss neu gestartet werden.
Wenn gar keine Anwendung mehr antwortet, hilft nur noch ein Reset: Durch Halten der Einschalttaste für mehrere Sekunden kann der Rechner ausgeschaltet und anschließend neu gestartet werden.
Ein völlig anderes Kapitel sind Web-Browser: Die meisten neuen Browser warnen, ob das Laden der Inhalte riesige Mengen an Daten bringt oder unbrauchbare Javascripte nutzt. Der Stopp-Knopf sollte den Ladeprozess einfach beenden und der Browser wieder normal antworten. Beim Blockieren von Popup-Fenstern im Browser oder PlugIns kann es unter Umständen nur noch helfen, das Programm zwangsweise zu beenden und notfalls, wenn er Anwender die Webseite nutzen muss, die Popup-Fenster für diese Webseite zuzulassen.
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